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Was bedeutet Evaluation? Unter Evaluation versteht man ganz allgemein eine „…Überprüfung betrieblicher Abläufe und Produktionsergebnisse“ (Prof. Schönig, Universität Eichstätt) D.h., in der privaten Wirtschaft ist das schon längst selbstverständlich, was in der Schule erst viel später Einzug gehalten hat. Bei der externen Evaluation kommen Personen an die Schule, die unter Verwendung von (wissenschaftlich entwickelten) Werkzeugen den Schulbetrieb in Ausschnitten oder insgesamt „unter die Lupe nehmen“. Was der „Evaluierte“ und damit die Schule daraus macht, liegt in der Verantwortung der Schule. Wer hat evaluiert? In einer Vorstellungskonferenz, an der alle an der Evaluation Beteiligten (also Lehrer, Elternvertreter, Verwaltungsangestellte, Hausmeister, Sachaufwandträger, Schülersprecher, usw.) teilnahmen, stellte sich das Evaluationsteam der Schule vor und erklärte die Vorgehensweise. Das Evaluationsteam setzt sich aus 3 fremden Lehrern zusammen und einer Person, die von außen kommt, d.h. die beruflich nichts mit Schule nichts zu tun hat. Was wurde evaluiert? Im Februar 2010 wurde unsere Schule evaluiert. Begutachtet wurden dabei – die Rahmenbedingungen. Hier wurden das Schulgebäude, die Außenanlagen und die Turnhalle inspiziert. – die Prozessqualitäten der Schule. Dazu gehören Schulklima und Schulleben, die Mitwirkung von Schülern und Eltern, die Öffnung der Schule und außerschulische Veranstaltungen. Des Weiteren werden hier auch das Schulprofil, die Schulentwicklung und die Qualitätssicherung beurteilt. – die Prozessqualitäten von Unterricht und Erziehung. Hier geht es um die kollegiale Zusammenarbeit, die berufliche Weiterbildung, die Fortbildung und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Auch die Bereiche Klassenführung, Unterrichtsqualität, Motivierung, Strukturierung des Unterrichts, Zielorientierung, individuelle Unterstützung, selbstständiges lernen, Variabilität der Unterrichtsformen, Lernerfolgssicherung und Leistungserhebung zählen dazu. Wie wurde evaluiert? Vorphase Nach der Vorstellungskonferenz erstellte die Schulleitung ein Portfolio, das z. B. Informationen über die Zusammensetzung der Lehrerschaft, der Schüler, über Fortbildungen, Arbeitsgemeinschaften, besondere Aktivitäten der Schule, usw. zusammenträgt. Diese Zusammenschau wurde vom Evaluationsteam gesichtet. Dadurch entstand ein erster Eindruck von der Schule. Die sich daran anschließenden Besuchstage verstärken, relativieren oder verändern das Bild. Besuchstage An drei Tagen verschaffte sich das Evaluationsteam durch folgende verschiedenen Maßnahmen einen umfassenden Überblick über die Schule: Schulhausrundgang – Unterrichtsbesuche – Gespräche mit Schulleitung/Eltern/Schülern/ Sachaufwandträger/Hausmeister, Sekretärin/evtl. mit Kindergarten, Nachmittagsbetreuung, usw., also mit allen, die etwas mit dieser Schule zu tun haben. Die Auswahl der befragten Eltern wurde nach dem Zufallsprinzip getroffen. Unsere außerschulischen Interviewpartner waren die Kindertagesstättenleitungen, Sozialpädagoginnen Frau Aarma, Frau Mehringer und die Psychologin der Erziehungsberatungsstelle Frau Lauterwald, Diplompädagogin Frau Szymaniak, Schulpflegerin Frau Niclaus und die Schulleiterin der Hauptschule Frau Jäger-Reichel.
Schlussphase Nach den drei Besuchstagen wurden vom Evaluationsteam zwei Abschlussberichte erstellt, in denen alle Beobachtungen, Befragungsergebnisse, Eindrücke zusammengefasst wurden. Eine Ausführung beschreibt die Arbeit der Schulleitung und eine die der gesamten Schule. Jede Feststellung wird mit einem so genannten Ausprägungsgrad bewertet: 4 = große Stärke, 3 = Stärke, 2 = Schwäche, 1 = große Schwäche DER SCHULE!!! Durchschnittliches/Selbstverständliches wird nicht erwähnt! Berichtseröffnung In einer Konferenz, an der wieder alle an der Evaluation beteiligten Personen teilnehmen sollten, wurden die Ergebnisse präsentiert. Hier konnte nachgefragt oder Einwände eingebracht werden. Der endgültige Bericht wurde dann dem Institut für Schulentwicklung (ISB in München, einer Unterabteilung des Kultusministeriums) und dem zuständigen Schulamt zugeschickt, natürlich auch der Schule. Unser Ergebnis der Evaluation – Stärken und Schwächen unserer Schule Stärken In allen schulischen Bereichen erzielten wir die Beurteilung „große Stärken“ bis „Stärken“. Deshalb bedanken wir uns nochmals recht herzlich bei den vielen befragten Personen für die Unterstützung unserer Arbeit. Ohne Sie wäre diese Qualität nicht möglich. Schwächen Zwei Schwächen gab es im Bereich der Rahmenbedingungen: – für den nur „gepflasterten“ Pausenhof wegen fehlender Spielgeräte und – wegen der maroden Turnhalle. Beide Schwächen sind ohne finanzielle Unterstützung durch die Stadt nicht zu beheben. Der Stadt fehlen aber die nötigen Mittel. Empfehlungen Empfohlen wurde uns vom Evaluations-Team vor allem dafür zu sorgen, dass unser hoher Standard erhalten bleibt. Zielvereinbarungen Für die nächsten Jahre haben das Lehrerkollegium und die Schulleitung deshalb folgende Zielvereinbarungen mit dem Schulamt getroffen: – Umgestaltung des Pausenhofs hin zu einem, einer bewegten Grundschule angepassten Lebens- und Spielraum unter Einbezug aller Mitglieder der Schulfamilie – Konzeptionelle, strukturierte, zielgerichtete Weiterentwicklung der laufenden Fördermaßnahmen und damit verbunden der Aufbau eines gemeinsam getragenen systematischen Förderkonzeptes – Sicherung der nachhaltigen und breiten Implementierung auf Selbstständigkeit zielender Unterrichtsmethoden als gemeinsame Aufgabe des Kollegiums Wir hoffen auch weiter auf tatkräftige Unterstützung durch die Elternschaft. | ||
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